SUCK

Es gibt Songs, die einem schon beim ersten Hören ins Gesicht springen – und „Gravedigger“ von SUCK gehört eindeutig in diese Kategorie. Eine E-Gitarre, die sich genüsslich durch eine Stahlplatte zu sägen scheint, eine kurze Drum-Salve, und dann prescht die gesamte Band voran, getrieben von Sängerin Isabell, deren Stimme aufs Tollste pöbeln, schreien, singen und zischen kann. Der melodische, breitkreuzige, aber niemals testosteron-übersteuerte Sound der Band aus Kassel pegelt sich dabei irgendwo zwischen tiefer Black-Sabbath-Liebe und 70s-Punk-Verneigung ein. SUCK klingen dabei, als hätten sich sie bei den Aufnahmen noch eine Wagenladung Fans mit ins Studio gestellt...
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Es gibt Songs, die einem schon beim ersten Hören ins Gesicht springen – und „Gravedigger“ von SUCK gehört eindeutig in diese Kategorie. Eine E-Gitarre, die sich genüsslich durch eine Stahlplatte zu sägen scheint, eine kurze Drum-Salve, und dann prescht die gesamte Band voran, getrieben von Sängerin Isabell, deren Stimme aufs Tollste pöbeln, schreien, singen und zischen kann. Der melodische, breitkreuzige, aber niemals testosteron-übersteuerte Sound der Band aus Kassel pegelt sich dabei irgendwo zwischen tiefer Black-Sabbath-Liebe und 70s-Punk-Verneigung ein. SUCK klingen dabei, als hätten sich sie bei den Aufnahmen noch eine Wagenladung Fans mit ins Studio gestellt. Inhaltlich ginge es in „Gravedigger“, so Isabell „um selbstzerstörerische Lebensweisen, die so manche*n in den Wahnsinn treiben“ – auch, aber nicht nur im Rock’n’Roll.“
Hinter dem für eine Punkband perfekten Namen SUCK stecken Isabell (Gesang, Synthesizer), Jakob (Gitarre, Bass) und Patrick (Schlagzeug und Gesang), die „Ribbit“ noch in dieser Besetzung einspielte. Kurz nach den Aufnahmen holte die Band ihren Kumpel Nils als Bassisten an Bord. Er wird ab sofort – auf der Bühne und im Studio – SUCK komplettieren und damit Jakob von seiner Doppelschicht an Bass und Gitarre erlösen. Mit „Gravedigger“ wollen SUCK nun die Vorfreude auf ihr Debütalbum „Ribbit“ wecken, das am 23.09.2022 erscheinen wird. Wobei das Wort „Debüt“ hier auf den ersten Blick ein wenig in die Irre führt, denn gut die Hälfte der zwölf Songs sind bereits auf der EP „Frog“ aus dem Jahr 2019 zu finden. Allerdings haben SUCK diese Stücke neu aufgenommen und in diesen Aufnahmen endlich diese krasse Energie eingefangen, die ihre Liveshows auszeichnet. Jakob meint deshalb: „Es ist also schon als Debüt gemeint. Wir haben lange überlegt: Wie cool finden wir es selbst, die alten Sachen auf die Platte zu packen? Jetzt sind wir aber froh, dass wir es gemacht haben.“ Patrick ergänzt: „Die Songs sind eben gut. Wir sind stolz auf sie. Aber als wir die EP damals aufgenommen hatten, fehlte uns noch der Live-Test. Durch die vielen Konzerte hat sich ihr Sound nun noch einmal gravierend verändert und die unser Produzent Felix Margraf hat diese Energie diesmal viel besser einfangen können.“ Die neue Single „Gravedigger“ ist trotzdem ein neuer Song. Jakob sagt dazu: „Die Songs auf ‚Ribbit‘ sind alle sehr unterschiedlich. ‚Gravedigger‘ ist so eine schnelle Punkkeule, die zwar neu geschrieben wurde, aber an die härteren Stücke auf der ‚Frog‘-EP anknüpft. Und trotzdem zeigt sie, dass wir uns weiterentwickelt haben.“ Vor dem Release von „Ribbit“ wird im Sommer noch ein weitere Single erscheinen, die ebenfalls deutlich macht, dass SUCK die Pandemie gut überstanden und eine Energie gefunden haben, die man am liebsten sofort vor einer Bühne in einem schwitzigen Club erleben möchte.

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