Anja Rützel

Anja Rützel schreibt für SPIEGEL Online über das Dschungelcamp und andere Phänomene des Trash-TVs und für SPEX in ihrer Kolumne "Taxi für Rützel" über Mietdroschkenmusik. Sie war Kolumnistin der Financial Times Deutschland und betrank sich für WIRED mit Saufrobotern. Ihr erstes Buch Buch „Saturday Night Biber“ verhandelte ihre größte Leidenschaft, von der bislang nur ihre Instagram-Follower ein vielstrophiges Lied singen können: Unterschätzte Tiere wie Ameisenbären, Molche und Turnierkaninchen – und was Menschen von ihnen lernen können...
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Anja Rützel schreibt für SPIEGEL Online über das Dschungelcamp und andere Phänomene des Trash-TVs und für SPEX in ihrer Kolumne "Taxi für Rützel" über Mietdroschkenmusik. Sie war Kolumnistin der Financial Times Deutschland und betrank sich für WIRED mit Saufrobotern. Ihr erstes Buch Buch „Saturday Night Biber“ verhandelte ihre größte Leidenschaft, von der bislang nur ihre Instagram-Follower ein vielstrophiges Lied singen können: Unterschätzte Tiere wie Ameisenbären, Molche und Turnierkaninchen – und was Menschen von ihnen lernen können.
Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrem Hund Juri in Berlin und sie ist gerne alleine. Damit steht sie ziemlich einsam da. Aber warum ist das Leben als Einzelmensch eigentlich so negativ belegt? Braucht die Einsamkeit vielleicht einfach nur einen guten Imageberater? In ihrem neuen Buch „Lieber allein als gar keine Freunde“ forscht Anja Rützel nach, was hinter dem menschlichen Drang (und gesellschaftlichem Zwang) zum Zusammenglucken steckt. Sie erklärt, warum man den Eremiten mehr bewundern sollte als den Influencer, verrät die besten Reiseziele für Alleinurlauber und hält flammende Schmähreden gegen vertrottelte Ratgeber-Literatur, die einem einreden will, man müsse unbedingt mindestens zu zweit durchs Leben stolpern, wenn man sein Dasein nicht als komplett gescheitert betrachten will. Und sie berichtet von ihren (Spoiler: nicht sehr erfolgreichen) Versuchen, neue Freunde zu finden – die schwerst auf die Probe gestellt werden, weil sie sich im Jodelkurs die komplexen Holdijö-dudilijö-Texte nicht merken kann und sich bei der Survivalgruppe weigert, im Notfall ihren Hund aufzuessen.
Mit ihrem unvergleichlichen Sinn für Hintergründiges, Zwischenmenschliches und Abstruses nähert sich Anja Rützel einem ernsten Thema von einer ganz neuen Seite. Und verlockt mit ihrem feinfühligen urkomischer Appell für ein positives Einsamkeitsgefühl auch passionierte Paar- und Gruppenmenschen, sich zur Abwechslung auch ein bisschen Zeit mit sich selbst zu verbringen.

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