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Anfang der 90er Jahre noch in der legendären Untergrundformation Freunde der italienischen Oper bringt Rummelsnuff mit Hilfe von Alfred Hilsbergs Label What`s so funny about 2008 sein von Musikpresse und Feuilleton gleichermaßen vielbeachtetes Debut Halt´ Durch! raus. Beeinflusst und sozialisiert durch die Musik von Kraftwerk, Devo, Joy Division und Fehlfarben, gepaart mit einer derb-herzlichen Seefahrerromantik und seiner imposanten Bodybuilder-Erscheinung berserkert sich Rummelsnuff durch die schwere See, die außer ihm in diesem Land niemand so gut zu bezwingen weiß. Zwei Jahre nach seinem Debut ist der Rummelkäpt`n nun mit seinem neuen Album Sender Karlshorst mit 15 Titeln in deutlich größerer stilistischer und instrumentaler Vielfalt wieder auf Sendung. Zwischen osteuropäischer Kälte und männerfreundschaftlicher Wärme spielen sich da Elektorgassenhauer ins Ohr - Rummelsnuff zieht schrottreife Orgeln auf seine Festplatten und lässt sie neben Balalaika, Akkordeon und Fanfare erschallen - das ganze garniert mit seiner markigen Reibeisenstimme.
Oder um es mit Spiegel online zu formulieren:
Rummelsnuff verwehrt sich einfach der Erschließung - wie ein glatter Monolith, an dem Erklärungsversuche abperlen wie Öltropfen auf den Plastikmuskeln einer Spielzeugfigur. Wahrscheinlich fasziniert diese Ein-Mann-Freak-Show aber gerade deshalb, weil sie in der Popwelt so ungreifbar alleine dasteht.