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"Es ist so bohemy in crazy Berlin",
findet Christiane Rösinger.
Die Berliner Gitarrenband Britta liefert für
diese Lebens-konzeption immer genau die richtigen Hintergrundgeräusche.
Nach vier Platten sind Britta aus dem langen Schatten der Lassie
Singers,
der legendären vorigen Band
einiger Britta-Members, herausgetreten – um die alten
Lassie-Roots teilweise wieder aufzunehmen. Das Selbstbewußtsein,
mit
dem Britta jetzt auftreten, haben sie sich geduldig erarbeitet.
Sie haben Hypes kommen und gehen sehen, und sich von der
Szene in Berlin nicht vereinnahmen lassen. Nun scheint es
fast so, als habe die Band ihre Grundtraurigkeit beiseite
geschoben. Brittas Songs sind schneller, fröhlicher
geworden, es gibt nur noch eine melancholische Ballade auf
dem vierten Album "Das schöne Leben". Britta
ist inzwischen eine Institution, ihre Sängerin Christiane
Rösinger gilt längst als die beste deutschsprachige
Songtexterin. Mit ihren gewohnt brillianten, diesmal noch
genaueren, gewitzteren Texten stellt sie in ihren Songs immer
wieder die alte Grundfrage der Philosophie: Wie soll man
leben?
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